Leserbriefe2017-07-30T16:01:13+02:00

Leserbriefe

  • Die hier aufgelisteten Leserbriefe sind teilweise privater Natur und müssen nicht die Meinung des Vorstandes bzw. des Vereins im Allgemeinen wiederspiegeln.

1405, 2019

SN 14.5.2019

Mai 14th, 2019|Leserbrief (veröffentlicht)|

 

Der schlafende Flughafen

 

Oh selige Tage, an denen der Fluglärm schweigt, an denen das ruhesuchende Ohr nicht vom Himmel her mit den Geräuschen eines Mopeds belästigt wird. (Solche Mopeds halten sich wohl Superreiche und starten sie vorzugsweise an Wochenenden, um sich – für sich allein oder in Begleitung von ein, zwei Gästen – „Entspannung“ zu gönnen und Hunderten anderen diese Entspannung durch ihr nerviges Knattern zu vermindern. „Man darf alles, wenn man es sich leisten kann“, so die Devise.) Oh selige Tage, da die Luft am Radweg um den Flughafen nicht von Kerosingestank vergiftet ist, der das Atmen stocken lässt, bis der Krawall des Startvorgangs vorbei ist oder der Wind die Richtung heilsam gedreht hat. Oh selige Tage, warum dauert ihr nur bis 28. Mai?

 

Mag. Karl Plohovich, 5020 Salzburg

Quelle: https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/der-schlafende-flughafen-70217095 © Salzburger Nachrichten VerlagsgesmbH & Co KG 2019

805, 2019

SN 7.5.2019

Mai 8th, 2019|Leserbrief (veröffentlicht)|

 

Es liegt Stille über der Stadt.

 

 

Zwei Wochen ist es nun her. Zwei Wochen, seitdem das letzte Flugzeug vom Salzburger Flughafen abgehoben ist. Zwei Wochen der Stille. Keine bis zu 200 Starts und Landungen an einem Tag am Wochenende, keine Privatflieger, die nach 21 Uhr ihre Kreise über die Stadt ziehen, kein Dröhnen der Triebwerke im Minutentakt, keine Starts in den Süden, die dann in der Schleife sinnloserweise nochmal über die ganze Stadt fliegen, keine Landungen im Nordanflug. Einfach nur Stille und man spürt es in der Stadt. Kein Erwachen der Kinder um 6 Uhr durch das erste Flugzeug, kein Aufwachen um 22.30, wenn der letzte Flieger in einer Schleife über die Stadt fliegt. Einfach nur ein Abend und ein Morgen, der nicht mit Flugzeuglärm beginnt. Wunderbar. Natürlich ist der Lärm der Baustelle mit all den LKWs auch beträchtlich, trotzdem liegt eine Stille über der Stadt, die einen fragen lässt, wie es wohl wäre, wenn es immer so bleiben würde. Fehlt uns der Flughafen? Kommen momentan deswegen weniger Touristen? Die Geschäftsflüge starten soundso von München, Wien oder Frankfurt in die weite Welt. Dahin kommt man auch mit dem Zug. Gerade in der jetzigen Zeit sollte jeder Flug im Sinne der CO2 Bilanz zweimal überlegt werden. Ich finde, es gehört auch einmal gesagt, dass es der Stadt gut tut, dass es einmal keinen Fluglärm gibt bei all den Beschwerden und Beklagen darüber.

 

Markus Iser, 5020 Salzburg

Quelle: https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/es-liegt-stille-ueber-der-stadt-69854560 © Salzburger Nachrichten VerlagsgesmbH & Co KG 2019

804, 2019

SN 6.4.2019

April 8th, 2019|Leserbrief (veröffentlicht)|

 

Die Gunst der Stunde nutzen

Michael-Wilhelm Seidel, 5020 Salzburg

 

Nachdem der Flughafen für fünf Wochen wegen Sanierung geschlossen wird, ist anzunehmen, dass die knatternden Kleinflugzeuge, welche bis in die späten Abendstunden über unsere Wohngebiete brummen, auf Ersatzstandorte – außerhalb gelegene Sportflugplätze – verlegt werden. Denn fünf Wochen nicht zu fliegen ist für Freizeitpiloten und jene in Schulung schwer vorstellbar. Daher sollten die politischen Vertreter der Eigentümer des Flughafens, der Bürger von Land und vor allem Stadt Salzburg nun die Gunst der Stunde nutzen und gleich eine dauerhafte Absiedlung dieser Fluggeräte durchsetzen, damit diese gar nicht mehr zurückkommen. Die Lebensqualität in der Stadt würde durch den Wegfall des ziemlich sinnfreien täglichen Kleinflugzeuglärms sehr verbessert werden. Die UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Salzburg sollte kein Spielplatz mehr für derartige Motorsportler sein. Die dafür zuständigen Politiker sollten jetzt handeln.

Quelle: https://www.sn.at/leserforum/ © Salzburger Nachrichten VerlagsgesmbH & Co KG 2019

1203, 2019

Massive Belastung

März 12th, 2019|Leserbrief (veröffentlicht)|

Massive Belastung für die Anrainer

Stefan Brugger, 5071 Wals-Siezenheim

 

Die Wintersamstage haben es uns wieder gezeigt, dass bei einem Stadtflughafen wie in Salzburg mit seiner besonderen geografischen Lage und seiner rasch wechselnden Thermik eine gerechte Verteilungsdiskussion Nord/Süd, wie es von Freilassing immer wiederkehrend gefordert wird, unnötige Zeitverschwendung ist. Egal von welcher Richtung Starts oder Landungen erfolgen, die Anzahl der Betroffenen wird ständig steigen, egal ob es sich um Lärm, CO2-Belastung oder Gestank durch Kerosin handelt. Um jedoch schnellstens für die Bevölkerung eine spürbare Entlastung zu erreichen, muss vonseiten des Flughafen-Managements und der politischen Eigentumsvertreter ein Umdenken stattfinden und nicht immer nur Profit und Wachstum im Vordergrund stehen. Es steht außer Zweifel, dass der Flugverkehr rasant zugenommen hat. Dies wurde in den Raumordnungsplänen nicht berücksichtigt. Deshalb werden auch heute noch Baubewilligungen in den Einflugschneisen erteilt. Was helfen da den Anrainern die mühselig erkämpften Lärmschutzmaßnahmen, die nur helfen, wenn man „die Lucken dicht macht“ und sich nicht ins Freie begibt. Um die Sorgen und Ängste der Anrainer wirklich ernst zu nehmen, sollte umgehend eine Lösung für die stark frequentierten Wintersamstage gefunden werden. Eine davon wäre es, die Tourismusbranche darin zu bestärken und Anreize zu schaffen, den Urlauberwechsel nicht nur an Samstagen durchzuführen, sondern auch an den Wochentagen. Auch sollten die Abflüge zu den Sommerdestinationen endlich so geplant werden, dass die Bevölkerung nicht bereits um 6.00 Uhr aus dem Schlaf gerissen wird. Was die Flugbewegungen und -zeiten, besonders die der allgemeinen Luftfahrt betrifft, sollten diese noch weiter eingeschränkt werden. Ideen wären genügend da, es bedarf aber auch endlich Personen in der Politik, die bereit sind, auch diese mitzutragen und bei deren Umsetzung dementsprechend zu handeln. Die Zeiten, wo man sich immer hinter „geht nicht, gibt’s nicht, kann man nicht, sind verpflichtet“ etc. versteckt, sollten endlich der Vergangenheit angehören. Es müssen Taten folgen.

Quelle: https://www.sn.at/leserforum/ © Salzburger Nachrichten VerlagsgesmbH & Co KG 2019

403, 2019

SN 2.3.2019

März 4th, 2019|Leserbrief (veröffentlicht)|

 

„Salzburger Nachrichten“ Nr. 52 vom 02.03.2019 Seite: L28 Ressort: Leserbriefe Von: Sn

Limit für Starts und Landungen (Leserbrief)

In regelmäßigen Abständen drängt der Freilassinger Bürgermeister Josef Flatscher, noch mehr Ab- und Anflüge über den Süden der Flugpiste abzuwickeln. Anlass war diesmal Samstag, 16. 2., mit 343 Flügen. Da 137 Flüge mit Abflug Süden, Überflug der Stadt Salzburg und dann Richtung Norden vom Bürgermeister Flatscher als begrüßenswerte Vorgehensweise gesehen wird, muss man das genauer betrachten.

137 Abflüge über den Süden mit Weiterflug in nördliche Destinationen haben neben der Lärmbelastung auch eine massive Auswirkung auf die CO2 – Belastung für das gesamte Salzburger Becken. Jeder dieser Umwege erzeugt zwischen 450 und 680 kg CO2 ! Diese 137 Abflüge sind für eine Mehrbelastung von etwa 80 Tonnen CO2 im Salzburger Becken verantwortlich.

Schon vor geraumer Zeit wurde im Bürger/-innenbeirat eine aufwendige Untersuchung der Anrainerbelastung im gesamten Umfeld des Flughafens Salzburg durchgeführt. Diese Betroffenheitsanalyse zeigt auf, dass ein Südstart mit Zielflugrichtung Norden eine Belastung von über 65 dB für rund 13.000 Bewohner/-innen der Stadt und der Umlandgemeinden bedeutet. Beim direkten und damit kürzeren Abflug nach Nordosten werden auf bayerischem Gebiet 34 Personen mit mehr als 65 dB beschallt.

Welche/r Salzburger Politiker/-in will für diese unverhältnismäßige Lärm- und CO2 – Mehrbelastung für das gesamte Salzburger Becken die Verantwortung übernehmen?

Wir fordern eine Obergrenze von maximal 260 Flugbewegungen an starken Tagen. Diese Zahl wurde übrigens vom Flughafensprecher als Maximum der bewältigbaren Flugbewegungen angegeben.

Brigitte Grill, Vorstandsmitglied des ASA – Anrainerschutzverband Salzburg

 

 

303, 2019

SN: 3.3.2019: Flugverkehrssamstage

März 3rd, 2019|Leserbrief (veröffentlicht)|

Flugverkehrssamstage im Winter

 

Der Himmel über Salzburg ist ein geschändeter. Die darunter lebenden Menschen werden über jedes verträgliche Maß hinaus übergangen oder besser gesagt „überflogen“. Nach einem weiteren ohrenbetäubenden Flugsamstag möchte ich meiner Stimme und der vieler Betroffener Ausdruck verleihen: Die Flugfrequenz an den Wintersamstagen ist in den letzten Jahren auf ein unzumutbares Ausmaß angestiegen. Die Lärmbelästigung ist nicht mehr vertretbar – immerhin liegt der Flughafen im Wohnbereich. Die Emissionsbelastung übersteigt das Fassungsvermögen einer Stadt in der Größe Salzburgs. Der Massenverkehr am Himmel muss dringend spür- und messbar reduziert weden, zu unserer aller Wohl!

 

 

Barbara Grienberger, 5020 Salzburg

Quelle: https://www.sn.at/leserforum/leserbrief/flugverkehrssamstage-im-winter-66701182 © Salzburger Nachrichten VerlagsgesmbH & Co KG 2019

 

403, 2019

am 14.1.2019 an die SN

März 4th, 2019|Leserbrief (unveröffentlicht)|

ich ersuche um Veröffentlichung folgender Stellungnahme:

„Der Leserbriefschreiber aus Bayern freut sich über das gute „Saison- und Schneemanagement“ des Salzburger Flughafens und kritisiert gleichzeitig das Geheule der wenigen, ewig Gestrigen, das lauter sei, als die Geräusche der startenden und landenden Flugzeuge und wünscht sich, dass noch weitere attraktive Flugziele dazu kommen. Ich wünsche mir das nicht und ich kenne viele Menschen die sich das genauso wenig wünschen. Wir wünschen uns eine lebenswerte Stadt und eine intakte Umwelt.
Der gesetzlich relevante Lärmpegel von 60 Dezibel liegt zu 90 % in Salzburg und nicht in Bayern.
An den Winterwochenenden und speziell bei Fönwetterlagen, ist der Süden Salzburgs und die gesamte Innenstadt vom Fluglärm besonders betroffen. Die Flugzeuge starten und landen im Minutentakt. Ein ständiges Dröhnen liegt über der Stadt.
Zum besseren Verständnis sollte sich Herr Steckhan vor Ort ein Bild machen.
Fluglärm hat zahlreiche Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen.
Fliegen ist außerdem die umweltschädlichste Verkehrsform. Die CO2-Emissionen sind enorm. Klimaforscher  verweisen darauf, dass die Flugzeuge in einem besonders sensiblen Bereich der Atmosphäre fliegen. Die Schadstoffe bleiben dort besonders lang wirksam.
Tagtäglich wird in den Medien berichtet, dass es höchste Zeit ist, die CO2 Emissionen einzudämmen. Der Klimawandel ist nicht mehr wegzudiskutieren.
Die Gesundheit der Menschen und unseres Planeten sollte nicht länger dem Profit einiger weniger geopfert werden.
Als ewig Gestrige werden in ein paar Jahren wahrscheinlich diejenigen gelten, die heute im ewigen Wirtschaftswachstum die einzige Möglichkeit von Fortschritt sehen.“

Eva Maria Lindtner